Genderleitfaden-Weiterbildung
Gender Mainstreaming

Chancengleichheit für Männer und Frauen

Ohne geschlechtsbedingte Barrieren, die einer Teilhabe am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben entgegenstehen.

Diskriminierung

Wenn eine Person aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse, ihres Alters, ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrer Religion oder einer Behinderung schlechter behandelt wird als eine andere Person.

 

Diversity

Vielfalt von Unterschieden zwischen Individuen innerhalb einer Gruppe hinsichtlich ihrer Werte, ihrer Einstellungen, ihrer kulturell bedingten Sichtweisen, ihres Glaubens, ihres ethnischen Hintergrunds, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Fähigkeiten, ihrer Kenntnisse und ihrer Lebenserfahrung.

Gender

Bezieht im Gegensatz zu den biologischen Unterschieden zwischen Frauen und Männern auch die sozialen Unterschiede (soziales Geschlecht) ein, die gesellschaftlich geprägt sind und sowohl innerhalb als auch zwischen den Kulturen stark voneinander abweichen.

Genderadäquat

Genderadäquaten bzw. gendergerechten Aktivitäten liegt ein gesellschaftliches Verständnis von Gerechtigkeit bezogen auf Genderaspekte zugrunde. Gendergerechtigkeit wird anhand von normativen Kriterien der Gesellschaft gemessen.

Genderanalyse

Untersuchung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Lebenssituationen, Bedürfnisse, Quoten, Zugang zu Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten u.s.w. sowie der Unterschiede in den tradierten Rollen zwischen Frauen und Männern.

Gender Audit

Im Rahmen eines Gender Audits werden Politiken, Programmen und Einrichtungen unter dem Gesichtspunkt analysiert und bewertet, ob geschlechtsspezifische Kriterien berücksichtigt werden.

 

Genderbalance

Ist gegeben, wenn gesellschaftlich geprägte Geschlechterasymmetrien und Geschlechterhierarchien überwunden werden.

Genderbewusst

Genderbewusstes Handeln bezeichnet die Fähigkeit, Situationen und Probleme zu erkennen, die sich aus geschlechtsspezifischen Ungleichheiten und Diskriminierungen ergeben.

Gender blind (gleichstellungsindifferent)

Die geschlechtsspezifische Dimension außer Acht lassend (im Gegensatz zu „gleichstellungsorientiert“ oder „geschlechtsneutral“).

 

Genderdifferenziert

Wahrnehmung unterschiedlicher Geschlechterrollen entsprechend der sozialen Realität.

Gender Equality (Gleichstellung der Geschlechter)

Eine Strategie, dass alle Menschen ihre persönlichen Fähigkeiten frei entwickeln und freie Entscheidungen treffen können, ohne durch geschlechtsspezifische Rollen eingeschränkt zu werden. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse von Frauen und Männern sollen in gleicher Weise berücksichtigt und anerkannt werden.

 

Gendergerecht

siehe genderadäquat

Gender Impact Assessment

(geschlechterdifferenzierte Folgenabschätzung)Bewertung von politischen Aktionen mit dem Ziel, dass jegliche Diskriminierung ausgeschlossen wird.

 

Genderkompetent

Fähigkeit, Genderaspekte zu erkennen und die Bereitschaft, diese gleichstellungsorientiert umzusetzen.

Gender Mainstreaming

Mit Gender Mainstreaming soll erreicht werden, dass die Rechte und Bedürfnisse von Frauen und Männern in allen Geschäfts-, Politik- und Lebensbereichen nachhaltig berücksichtigt werden, um für beide Geschlechter Chancengleichheit auf allen gesellschaftlichen Ebenen sicher zu stellen.

Gender Mainstreaming Strategien

Umsetzung des Gender Mainstreaming Ansatzes in allen Handlungsfeldern, indem Zuständigkeiten festgelegt, Ressourcen zur Verfügung gestellt und Methoden und Medien so eingesetzt werden, dass Genderaspekte gleichstellungsorientiert gestaltet werden können.

Gender Needs (Geschlechterspezifische Bedürfnisse)

Frauen und Männern haben aufgrund ihres Geschlechts unterschiedliche Rollen und auch unterschiedliche geschlechterspezifische Bedürfnisse.

 

Genderneutral

Ohne positive oder negative Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse bzw. auf die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Genderorientiert

Beachtung unterschiedlicher Problemlagen bei Frauen und Männern.

Gendersensibel

Fähigkeit, genderspezifische Fragen aufgrund unterschiedlicher Geschlechterrollen und unterschiedlicher sozialer Stellungen zu erkennen.

Genderspezifisch

Bewusste Ausrichtung von Handlungen, die auf die Charakteristika der unterschiedlichen Geschlechterrollen abzielen.

Geschlechterverhältnisse

Die sozialen Beziehungen zwischen Frauen und Männern. Geschlechterverhältnisse sind gleichzeitig Beziehungen der Zusammenarbeit, Verbindung und gegenseitigen Unterstützung sowie des Konflikts, der Trennung und des Wettstreits, der Unterschiede und der Ungleichheit.

 

Sex

Biologisches Geschlecht, d.h. die für das weibliche bzw. männliche Geschlecht charakteristischen biologischen Merkmale.

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